Line
Wie viele Namen an deiner Rinde lasten?
Ertragen hast du jedes eingeschnitzte Wort.
Lieblich zart Geflüster unter deinem Schatten,
verborgen manche Ängste, immerfort,
die Bitt, ach möge die Liebe doch so stark
wie deine Wurzeln wachsen.
Nichts würd ich jemals mehr beklagen,
könnt sie gekrönt sein, im lichten Zweige,
schau, mir lächelt ein Sonnenstrahl entgegen.
Wie oft nahm dein Geäst mir schon den Atem,
wenn vor ihm stehend ich an Wunder noch geglaubt.
Richtet mein Blick sich auf zur Krone, wartend,
dass dein Schleier zart die letze Träne mir aus meinem Herzen raubt.
Was würd ich dir dann Freudentränen schenken.
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