Bittersüßer Nachgeschmack

Line

Morgens trinke ich meinen Kaffee,
verrühre den Zucker meiner Erinnerungen
und hoffe, dass er sich irgendwann auflöst.

Wie das Salz in der Suppe,
mit dem ich sie jeden Mittag versalze,
damit dieses, einst wärmende Gefühl
abends nicht verloren geht,

wenn bitterer Wehmutstropfen
mein Polsterkissen ertränkt.
Füchslein
Traurig liebe Line, aber gut geschrieben. Der Vergleich mit Kaffee und Zucker sowie Salz in der Suppe ist schon sehr originell. Habe ich gerne gelesen. Lese immer alles gern von Dir. fröhlich
Line
Liebes Füchslein;

Danke dir fürs lesen und für die lieben Zeilen dazu.. traurig,irgendwie glaube ich bald nicht mehr dararn dass sich an diesem Zustand irgendwas ändern könnte..Ich habe dein neuestes gelesen und irgendwie kann ich mich echt gut damint indenifizieren.. ich komme aber noch später in deinem Werk genauer darauf zurück.. ganz liebe Grüße an Dich,
Line
Holger
hallo Line dein Text hat etwas besonders wertvolles in sich er trägt nicht nur einen sehr persönlichen Stil in deiner Wortmelodie sondern er trägt deine tiefen inneren Prozesse die im Moment ablaufen nach Enttäuschungen und zerstörten Träumen, dabei kommen dir die verständlichen Zweifel an Glauben und Zukunft. Wobei der Glaube in uns nie verloren gehen darf Line egal ob an Gott oder an sein Herz und Verstand jeder Mensch hat einen ihm eigenen Glauben der es möglich macht im Leben sich selbst zu heilen und zu hoffen.
Enttäuschung ensteht immer durch eine Täuschung die wir erfahren müssen diese Täuschung sei es durch einen Menschen oder sich nicht erfüllende selbst gestellte Hoffnungen haben immer einen negativen Einfluss auf unsere innere Stimme. Es wirft uns aus der Bahn, der Boden unter den Füssen öffnet sich und ein tiefes Loch scheint uns in sich zu ziehen.
Doch jedes Loch hat auch einen Boden, und in jedes Loch dringt Licht sei es noch so zart und unscheinbar für den Moment so ist dieses Licht unsere Leiter an der wir uns wieder aus all den Enttäuschungen befreien können. Nur dazu bedarf es Zeit, Kraft und den Mut sich neuen Wegen ohne Bedenken an die Erinnerungen zu stellen. Erinnerungen lehren uns, Erinnerungen geben uns ein Zeitgefühl in an eine Zeit wo wir gereift sind wo wir uns stärken können aber dies gelingt nur wenn wir offen mit allen Erinnerungen umgehen sie aktzeptieren als einen Lebensabschnitt der für uns bestimmt war und sei es ungewollt und schmerzlich es wird immer unser Lebensweg sein weil diese Wege für jeden von uns bestimmt sind nur dürfen wir nicht in den Erinnerungen verweilen weil wir damit das Leben verschenken was uns noch soviel schenken kann. Augenzwinkern