Odem der Nacht

Line
Odem der Nacht

Des nächtens, wenn die Stille tausend Bilder zeichnet,
die Dunkelheit das Überleben neu bestimmt,
das ausgebleichte Sein die tiefen Wunden streichelt,
die eingenarbt, der Restbestand der Liebe sind,
erübrigt sich das Suchen bunter Illusionen.
Der Istbestand er streift die hellen Farben aus.
Die einst erbaute schützende Fassade, stürzt ein,
zusammen, wie ein unsolides Kartenhaus.

Die Zukunft blendet nicht in Hoffnungsaquarellen.
Verliert im Abenddämmerlicht den letzten Glanz.
Gefolgt von schlafgeraubten, nah gezählten Stunden,
verstrickt das Denken sich mit Wut der Ignoranz,
die undurchschaubar wirkt und dann doch akzeptabel,
das Ende gnadenlos und hart dir präsentiert.
Ersehnt letztendlich nur das Lösen der Blockaden
und das am Morgen alles neu und anders wird.
Holger
Zuerst möchte ich dir vielen Dank schreiben Line, dafür das ich heute wie wir alle hier an deinen Gedanken teilhaben durften/dürfen.
Ein Text der keinen Kommentar benötigt, er zeigt all die tiefen Gedanken auf die zur Zeit in dir vorgehen. Natürlich kommen diese am stärksten in unseren Nächten auf. In der Nacht wo wir uns eigentlich mit der Ruhe auf die Reise ins Traumesland befinden wollen, aber das Leben über die vermeintliche Stille der Nacht uns doch einfängt.
Wir lassen uns in Gedanken fallen die zurückschauend sind, aber realisieren auch zugleich was das Heute für uns schenkt. Dabei entrinnen uns die kleinen Seelenperlen der Wunden und Narben die uns täglich schwächten um an Zukunft, Liebe und Geborgenheit zu glauben wenn wir uns einsam und vom Leben im Stich gelassen fühlen.

Dennoch ist niemand auch in diesen Nächten alleine, es gibt immer eine kleine Seele vielleicht auch unbekannt die an uns denkt. Der kleine Schutzengel den jeder von uns für sich hat wird immer auch den kleinen Funken der Hoffnung in uns tragen und somit auch uns wieder einen Tag,Monate und Jahre weiter.

in nachdenklichen Gedanken mit einem lieben Gruss Augenzwinkern