Abschiedsstunde

Holger
Abschiedsstunde

Die Stunde der Nacht,
dunkel und geheimnisvoll.
Leise bricht das Kerzenlicht,
deine Augen lächeln gar.
Bleib ruhig, Vater ich bin da.

Deine Hand sie sucht nach mir.
Vater ich bleibe bei dir.
Noch einmal lächeln wir uns an.
Denken an Zeiten, wo alles begann.
Eine Träne rollt über dein Gesicht.
Vater ich bin bei dir, fürcht dich nicht.

Bist so tapfer wie dein Leben lang,
auch in dieser Stunde ist mir nicht bang.
Das Licht wird schwächer,
dein Atem auch, will es nicht fassen.
Du wirst uns nun verlassen.
Weg ist der Schmerz in deinem Gesicht,
so friedlich warst du schon lange nicht.

Ein letzter Hauch, dein Atem weicht.
Ich weiß, du hast dein Ziel erreicht.
Nun ruh in Ruhe und Zufriedenheit.
Du bist in mir in aller Zeit.
Und keine Angst, ich schaff das schon.
Auch im Tod bleib ich dein Sohn.

H.Kreische

Dieses Gedicht was ich meinem 1998 an Krebs verstorbenen Vater gewidmet habe. Wurde in das Gesamtwerk der „ Frankfurter Bibliothek“ Das Neue Gedicht“ Herausgeber Brentano-Gesellschaft & Cornelia Goethe Akademie aufgenommen. Dieses ist in der Adventszeit 2006 erschienen und weltweit in Staatsbibliotheken wie Wien, Paris, Berlin, Washington etc. eingestellt. Ich danke hiermit dem Verlag das ich meinem Vater ein bleibendes Vermächtnis geben konnte.
Atoronja
Ich glaube das Buch muss ich auch mal lesen
Holger
Danke Atoronja es war für mich eine ganz große Ehre das man diesen Text dort mit aufgenommen hatte. fröhlich
Atoronja
Das glaube ich dir gerne fröhlich und bei meinen nächsten Bücherei Besuch isteht das Buch auf der Liste
Holger
Danke Atoronja rotes Gesicht
Mandy
Holger, Dein Text hat mich sehr berührt...er ist voller Gefühl...Danke, dass wir ihn lesen durfet..
Line
Hallo Holger,

Auch im Tod bleib ich dein Sohn...

was soll man zu diesem gedicht noch sagen ... es spricht für sich.. jedweiger Versuch es hervorzuheben scheitert ... denn es ist alles gesagt....

Auch im Tod bleib ich dein Sohn....

Danke das ich es lesen durfte

Lg. Line
Holger
Vielen Dank ich hänge sehr an diesem Text, und er geht mir immer wieder durch mein Herz, weil ich diese Bilder in der Augustnacht 1988 als ich neben meinem Vater bis 3.oo Uhr ihn begleiten durfte nie vergessen werde. Ich bin dankbar das mir diese Lebensaufgabe gegeben wurde, und ihm diesen Schritt in eine andere geistige Welt leichter und als Erlößung gegeben zu haben.