Eigene Gedanken zur Gewalt unter Jugendlichen und deren Folgen.

Holger
Eigene Gedanken zur Gewalt unter Jugendlichen und deren Folgen.

Erfahrungen aus eigenem Erleben.

Was sind den eigentlich Depressionen, haben wir uns das nicht alle schon einmal gefragt. Haben wir nicht über manchen gelächelt der dies Wort für sich behauptete.

Mit diesem Thema gehen wir noch allzu oft mit einer Leichtfertigkeit um, weil sie keiner von sich erkennt und unsere Umwelt nicht als Krankheit erkennt oder akzeptiert.

Niemand von uns Laien kann das Leid der Betroffenen so richtig nachvollziehen, weil es für uns nicht als körperliches Leiden erscheint.

Todessehnsüchte bei jungen Menschen für uns als gesunde Menschen nicht vorstellbar. Die innere Leere die so einen Betroffenen befällt für uns nicht nachvollziehbar. Dinge die uns erfreuen werden nicht mehr wahrgenommen, das innere Gleichgewicht was unser Allgemeinbefinden steuert, gerät außer Kontrolle. Körperliche Reaktionen stellen sich nach Schwere der Erkrankung ein, wie bei meinem Sohn beobachtet Kopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit, Stimmungsschwankungen von Euphorie, bis tiefster Traurigkeit wechseln sich immer häufiger ab. Allgemeines Unwohlsein, unerklärbare Gewichtsabnahme bis zu Überventilierung und Erbrechen können auftreten so wie es bei meinem Sohn geschehen ist.

Ärztliche Untersuchungen die den angeführten Symptomen nachgehen ergeben meistens keinen Befund, so das die eigentliche Erkrankung der Depression nicht oder spät erkannt werden.

Wichtig ist es solche ersten Warnsignale als Außenstehender wie Eltern ernst zu nehmen, den oft stecken hinter den Depressionen traumatische Erlebnisse dahinter. Bei meinem Sohn, wussten wir auch lange Zeit nicht woran Er erkrankt ist. Erst nachdem wir an einen Physiologen überwiesen wurden, der durch gezielte Therapie nach der Ursache forschte wurde erkannt das es bei Ihm nach einem erlittenen Erlebnis in der Kindheit mit 11 Jahren zu diesen Reaktionen kam. Auslösendes Erlebnis war das Er an unserem damaligen Wohnort, wir wohnten in Nähe der Dresdner Heide in einem Waldabschnitt beim spielen von zwei Jugendlichen abgepasst wurde, und abwechselnd durch die zwei Jugendlichen erst als Nazi beschimpft wurde, nur weil er eine Armee Tarnhose wie sie von Kindern und Jugendlichen gern aus Modegründen getragen wird.

Da dies diesen Jugendlichen nicht genug war hielt einer ihm an einem Baum fest während der andere auf ihn einschlug, danach wurde mit den Worten ich möchte auch einmal sich abgewechselt. Als diese sinnlose, und feige Tat vollendet war machten sie sich aus dem Staub und werden sich wahrscheinlich über ihr Opfer lustig gemacht haben.

Leider lebte ich als Vater in dieser Zeit nach meiner Scheidung nicht mehr mit meiner Frau zusammen so das ich diesen Vorfall erst später erfuhr. Die Jugendlichen von damals sind Straffrei davongekommen. Dieses Erlebnis löste im Unterbewusstsein bei ihm eine absolute Menschenscheu aus, die dann zu Reaktionen bei Stress und Bedrängnis unter Menschen führten. Er zog sich immer mehr zurück. Und bei Zwang war er nicht mehr in der Lage seine Aufgaben zu erfüllen. Jetzt nach dem er sich der Außenwelt gegenüber im Rahmen der Therapie geöffnet hat, beginnt sein Weg zurück in ein normales Leben. Bedauerlicher Weise werden durch Unkenntnis der wahren Gründe in unserer Gesellschaft noch allzu oft Opfer zum Täter gemacht, und die nötige Unterstützung wird Ihnen verwehrt. Deswegen möchte ich hier auch darauf aufmerksam machen das Gewalt egal in welcher Form, zu unberechenbaren Schäden bei den Opfern führen kann. Äußerlicher Schmerz vergeht der innere in der Seele bleibt.

Danke

H.Kreische 2005
Atoronja
Holger das hört sich ja schlimm an und ich wünsche deinen Sohn das er doch mal alles verarbeiten kann.Mein Junior hatte da mehr Glück dabei rotes Gesicht hat zwar auch ne weile gedauert aber er hat es geschafft.Er wurde vor Jahren überfallen und Niedergestochen .
Holger
Danke Atoronja (meinen Sohn kennst du ja vielleicht hier Interstate 82 der kleine Sportreporter) ich freue mich das er auch mit dem Board hier ein wenig Kontakt mehr wieder finden kann. Nein überwunden hat er es noch nicht, erst ist nun 18 Jahre und ganz ist es ihm nochn nicht gelungen dieses seelische Trauma abzubauen. Menschenansammlungen meidet er auch noch heute, das einzig gute ist er ist vom Wehrdienst befreit. Das ihr mit deinem Sohn so ein Glück gehabt habt das freut mich sehr, und haltet dieses Glück des Lebens ganz fest für euch. fröhlich
Atoronja
Mein Junior war auch befreit vom Wehrdienst er hatte ein Waffentrauma großes Grinsen musste aber 2 mal zur Musterung böse .Ich bin auch ganz froh darüber das er es so gut verarbeitet hat denn die eine Verletzung war nicht so ganz ohne Teufel ,er lag auch 8 Tage wegen seiner Stichverletzungen im Krankenhaus....er hatte jahrelang auch kein Gefühl im Bein.