Gedanken am Horizont

Holger
Gedanken am Horizont

Ein Tag so sonnenklar.
Das Leben es pulsiert auf den Straßen.
Kinder lachen und tollen im Wind.
Der Wind treibt die Zeit voran.

Ich träume im Sonnenlicht.
Lasse mich fallen, zurück in meine Kindheit.
Frei und sorglos erschien die Welt.
Die Zeit sie war so grenzenlos.

Ich sehe die Bilder in meinem Traum.
Als ich mit dir Vater, um die Wette lief.
Das Staunen über die erste Eisenbahn.
Die Heimlichkeit der Winterzeit.

Ich höre deinen Rat, als ich unglücklich war.
Die erste Liebe, sie brach mir tief das Herz.
Ich folgte dem Weg, den du zuerst gegangen bist.
Deine Worte sie wurden mir zum Gebot.

Nun ist der Tag als du mein Herz verlassen hast.
Weit in eine andere Welt ist deine Reise nun gegangen.
Der Schmerz er nie verging.
Als wir hielten zum letzten mal die Hand.
Das Lächeln das dich sanft verließ.
Verlassen hast du mich nie.

18 Jahre sind nun in der Zeit.
Doch die Zeit nahm mir nicht dein Angesicht.
In mir lebst du auf Ewigkeit.
Deine Worte, deine Wärme sind meine Zeit.

Den träumerischen Blick nun im Sonnenstrahl.
Der Friede kehrt nun ein in mir.
Nun folgt die Zeit dem letzten Sommerwind.

© H.Kreische 09/06
Elaine
geschockt geschockt Wie kriegst du das nur hin? Ich finde das is dein bestes Gedicht, was ich so von dir gelesen hab *vor dir verbeug*
Holger
danke Elaine habe ich letzten Jahr zum Todestag spontan geschrieben.